
Der Fotograf Bernd Tochatschek und die Zeichnerin trudepuschel haben sich in ihrem Gemeinschaftsprojekt eine besondere Aufgabe gestellt: Sie betrachten gemeinsam Alltagssituationen, Straßenszenen oder auch skurrile Begebenheiten im Neuköllner Kiez – dies jedoch nicht nur auf ihre jeweils individuelle Art und Weise, sondern auch durch den Einsatz ihrer eigenen Medien.
Während Bernd Tochatschek durch das Auge der Kamera die Begebenheiten fokussiert, setzt trudepuschel eine Szenerie „möglichst in einer einzigen Linie“ in eine Bleistiftzeichnung um, ohne dabei auf das Papier zu sehen. So entsteht ein genereller Dialog zwischen den Medien Fotografie und Zeichnung sowie eine Auseinandersetzung zwischen den subjektiven Wahrnehmungen der Künstler.
Die Präsentation der Bilder wird dezent mit der Atmo untermalt, die bei der Entstehung der Fotos/Zeichnungen aufgenommen wurde. So kann der spezifische Raumeindruck verstärkt werden. Vorbeifahrende Autos, Sprachfetzen in verschiedenen Idiomen und der Wind sind beim genauen Hinhören zu vernehmen, der Ausstellungsbesucher wähnt sich direkt am Ort des Geschehens – mitten in Neukölln.
trudepuschel: trudepuschel @ web . de